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| WEB
Archivs der Freiburger Nachrichten |
| Grosser
Bühnenauftritt |
| "Toni's
Big Band" an der Jazz Parade |
Der Georges-Python-Platz
wirkte noch recht leer, als die 19 Musiker kurz nach 19 Uhr die Bühne
betraten. Der ausserplanmässige Auftritt schien die flanierenden
Besucher nur am Rande zu interessieren. Kaum hatte das Orchester jedoch
in die Tasten und Saiten gegriffen, änderte sich das Bild. Auf
immer mehr Stühlen sah man plötzlich wippende Füsse
und Köpfe.
Überzeugende Solisten Schnell einmal wurde klar, dass
die Stärke und Qualität von "Toni's Band" vor
allem in ihrer grossen Vielfalt begründet liegt. Das mit Trompeten,
Posaunen, Saxophonen, Kontrabass, Klavier, Gitarre und Schlagzeug
bestückte Orchester liess Langeweile gar nicht erst aufkommen.
Für den diesjährigen Auftritt konnte "Toni's Big Band"
zudem mit dem weltweit bekannten Altsaxophonisten George Robert einen
Glücksgriff landen. Der als Leiter der Berner Jazzschule amtierende
Robert wusste trotz einigen kleinen Abstimmungsschwierigkeiten mit
der Band zu überzeugen. Mit seinen Soli bei ruhigen Stücken
wie "Moonlight Serenade" bis zum peppigeren Abschlussstück
"Flying home" setzte er begeisternde Akzente. Daneben konnten
sich praktisch alle Bandmitglieder in Szene setzen. Jedes Instrument
hatte seinen Auftritt und trug massgeblich zum Funktionieren der Big
Band bei.
Pulsierende Spielfreude Zwei weitere Leute von "Toni's
Big Band" leisteten ihre Arbeit auf und hinter der Bühne.
Samuel Zingg als Leiter des Orchesters und Toni Raemy im Hintergrund.
Während Zingg stetig auf der Bühne umherwanderte, einmal
hier und einmal da mit den Musikern kurz das Wort wechselte, sass
Gründungsvater Raemy eher zurückgezogen neben dem Mischpult.
Obwohl er vor etwas mehr als zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen
zurücktreten musste, liess Raemy es sich nicht nehmen, seine
Erfahrung hinter der Bühne einfliessen zu lassen. Auf der Bühne
zeigte sich Zingg nach kurzer Anlaufzeit voll in seinem Element und
brachte seine Truppe in einen kleinen Spielrausch. Als bei Oliver
Nelsons "Stolen moments" die Sonne aus den Wolken hervorbrach,
war die Entschädigung für den sonntäglichen Nicht-Auftritt
endgültig eingelöst. Als Zuschauer hatte man während
des rund 80-minütigen Konzerts sowieso den Eindruck, dass "Toni's
Big Band" an einer Jazz-Parade auf die grosse Bühne gehört,
und dies nicht nur aus Platzgründen. |
| Von
OLIVIER STRITT |
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Archivs der Freiburger Nachrichten |
| New
Orleans und Düdingen |
| Auftritt
der Toni's Big Band im Podium |
| Letzten April
war Toni's Big Band in New Orleans am "French Quarter Festival"
zu Gast. Am Stephanstag spielten sie wieder einmal im Podium in Düdingen. |
| 1982 gegründet,
hat sich dieses Jazzorchester weitherum einen Namen gemacht. Von
ihrem Probelokal in Garmiswil schafften sie es an einige bekannte
Schweizer Jazzfestivals wie etwa jene in Montreux oder Freiburg.
Im vergangenen Frühling folgten sie dann sogar einer Einladung
in die Jazz-Hochburg New Orleans. Mit einigem Unbehagen, ob sie
den internationalen Anforderungen genügen würden, reisten
die Musiker zu ihren musikalischen Vorvätern. Die Auftritte
im Tricout House, am Riversidewalk, im Tipitina's, im Gaziboo oder
auf dem Mississippi-Raddampfer Natchez begeisterten die amerikanischen
Jazzliebhaber und brachten die Band in Hochstimmung. Mit diesem
Enthusiasmus kamen sie zurück in die Schweiz und brachten ihn
letzten Mittwoch an ihrem Weihnachtskonzert zum Ausdruck. Dieses
stand dann auch ganz im Rahmen ihrer Auftritte in New Orleans.
Auch Romands im Publikum Dass sich Toni's Big Band in unserer
Gegend schon lange etabliert hat, zeigte auch das zahlreich erschienene
Publikum. Dieses setzte sich nicht nur aus Deutschfreiburgern, sondern
auch aus einigen Romands zusammen, was einmal mehr den offenen Charakter
der Band bewies.
Voller Stolz über ihren internationalen Erfolg führte
der Gründer und langjährige Leader Toni Raemy durchs Programm.
Samuel Zingg, der seit bald zwei Jahren die Band dirigiert, präsentierte
mit seinen Musikern aus ihrem Repertoire bekannte Stücke von
Benny Goodmann, Glenn Miller, Count Basie und vielen anderen, verschiedene
Arrangements und auch eine Premiere mit "April in Paris".
Sängerin Marylin verführte das Publikum Aber was
wäre Toni's BB ohne ihre Sängerin? Dass die süsse
Marylin auch internationalen Standards genügt, bewies ihre
bezaubernde, reife und überaus vielfältige Stimme, mit
der sie das Publikum und die Band gleichermassen verführte.
Man kann doch sagen, dass ein wenig New-Orleans-Stimmung aufkam.
Die Fans im Saal waren jedenfalls begeistert und dankten der Band
mit stürmischem Applaus. Und die Erfolgsgeschichte geht weiter.
Toni's Big Band hat schon wieder Einladungen nach New Orleans und
Louisiana erhalten. |
| Von
MARC HELBLING |
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LA
LIBERTE... |
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